Friedrichshafen, 16.05.2026
Im Rahmen des KulturCampus Friedrichshafen präsentierten die Klassen 10b und 10c gemeinsam mit ihrer Kunstlehrerin Frau Schnell ihre erste eigene Kunstausstellung unter dem Titel „Schnittstellen – Formen unserer Grenzen“. Über einen Zeitraum von rund neun Monaten entstanden im Kunstunterricht zahlreiche Werke, die sich mit aktuellen gesellschaftlichen Fragestellungen sowie persönlichen Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler auseinandersetzen.
Die Ausstellung führte die Besucherinnen und Besucher durch drei unterschiedliche Themenbereiche. Den Auftakt bildeten Zeichnungen zum Thema Konsum, bei denen sich die Schülerinnen und Schüler mit dem klassischen Stillleben beschäftigten und dieses in einen modernen Kontext übertrugen. Verpackungen, Alltagsgegenstände und Konsumgüter rückten dabei als prägende Elemente unserer Gegenwart in den Mittelpunkt.
Ein weiterer Schwerpunkt war das Thema Nachhaltigkeit. Inspiriert von Künstlerinnen und Künstlern, die Mode aus Papier entwerfen, gestalteten die Jugendlichen in Teams außergewöhnliche Hüte aus Papier. Zwischen Design, Kreativität und Nachhaltigkeit entstanden individuelle Werke, die die Frage aufwarfen: Ist das Kunst oder Mode?
Den Mittelpunkt der Ausstellung bildete schließlich die Werkreihe „Schnittstellen – Formen unserer Grenzen“, die der Ausstellung ihren Namen gab. In filigranen Scherenschnitten setzten sich die Schülerinnen und Schüler mit dem Begriff „Grenzen“ auseinander. Dabei entstanden ganz persönliche Interpretationen – von politischen und historischen Grenzen bis hin zu religiösen, gesellschaftlichen und individuellen Erfahrungen. Die Werke machten deutlich, wie unterschiedlich ein gemeinsames Thema künstlerisch umgesetzt werden kann.
Zur Vernissage begrüßten die Schülerinnen und Schüler die zahlreichen Gäste persönlich und führten sie durch die Ausstellung. In kurzen Ansprachen erläuterten sie die Hintergründe ihrer Arbeiten und luden dazu ein, mit ihnen über Kunst, Nachhaltigkeit und gesellschaftliche Themen ins Gespräch zu kommen. Bei sommerlichem Wetter nutzten Eltern, Familien, Freunde sowie zahlreiche Besucherinnen und Besucher des KulturCampus die Gelegenheit, die Ausstellung zu entdecken und sich auszutauschen.
Die Ausstellung war ein gelungener Abschluss der gemeinsamen Arbeit und zeigte eindrucksvoll, wie kreativ, reflektiert und engagiert sich die Schülerinnen und Schüler mit den Themen des Unterrichts auseinandergesetzt haben.
Autorin: Anuschka Schnell